INPP®

Österreich & Schweiz

Neuromotorische Schulreife

Die INPP® Methode

Die INPP® Methode

wurde in den 1970er Jahren in England als NeuroDevelopmental Therapy NDT von Dr. Peter Blythe und Kollegen in der Arbeit mit legasthenischen und MCD- (Minimale cerebrale Dysfunktion – Vorläufer von ADHS) Kindern im Vorschul- und Schulalter begründet und bis heute im Institute for Neurophysiological Psychology INPP unter der Leitung von Sally Goddard-Blythe weiterentwickelt. Ihre Wirksamkeit ist in zahlreichen Studien und Forschungsarbeiten belegt.

Das INPP Konzept sieht heute zwei verschiedene Interventionen vor: Das Neuromotorische Schulreifeprogramm für Kindergruppen in Schule und Kindergarten und die Neuromotorische Einzelförderung mit einem spezifischen häuslichen Übungsprogramm für das einzelne Kind.

Aktuelles

INPP® Formation en Français 2022 in Berne, Suisse

Vous trouverez toutes les informations importantes dans la rubrique “Formation: Berne I”

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Jetzt schnell anmelden: Monika Bauer, unsere hochgeschätzte Lehrerin und Referentin, kommt vom 1. bis 3. Oktober 2021 nach Ried in der Riedmark in Oberösterreich und unterrichtet manuelle Techniken bei Babys und Kleinkindern unter besonderer Berücksichtigung frühkindlicher Reflexe.

Es gibt nur noch wenige freie Plätze!

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Jetzt schon vorbestellen: Sally Goddard Blythe: Attention, Balance, Coordination – das ABC des Lernerfolgs – Grundlagen der INPP-Methode im September 2021 bei Hogrefe, Bern

 

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Ablauf des Förderprogramms

Ablauf des Förderprogramms

Im Erstgespräch werden anhand des INPP® Fragebogens alle relevanten Daten aus der Biographie des Kindes erhoben, insbesondere aus Schwangerschaft, Geburt und der Entwicklung in den ersten Lebensjahren erhoben (Download: INPP Kinderfragebogen Kurzversion)

Werden im standardisierten Kinderfragebogen, der auf Reliabilität und Validität überprüft wurde, 6 bis 7 Fragen mit Ja beantwortet, so liegt es nahe, dass an den Problemen des Kindes eine Neuromotorische Entwicklungsverzögerung beteiligt ist.

In der Erfassung des Entwicklungsstatus des Kindes werden mithilfe klinischer Tests Koordination und Gleichgewicht, nicht vollständig integrierte frühkindliche Reflexe, Seitigkeit, visuelle  Verarbeitung und Augenmotorik überprüft.

Nach einer Besprechung der Testergebnisse mit beiden Eltern wird das Kind in sein individuelles häusliches Übungsprogramm eingeführt.

Es besteht aus Bewegungsübungen, die die Ausreifung und Integration unreifer motorischer und sensorischer Muster zum Ziel haben.

Das Kind führt täglich mit Unterstützung von Mutter oder Vater sein Übungsprogramm durch, das etwa 5 bis 10 Minuten in Anspruch nimmt.

In Abständen von 8 bis 12 Wochen findet eine Wiedervorstellung des Kindes statt, in der diagnostisch und im Gespräch die Entwicklung des Kindes überprüft und das Übungsprogramm angepasst wird.

Auf Wunsch können Entwicklungsberichte verfasst werden und Lehrer, Erzieher und andere Bezugspersonen beratend einbezogen werden.

Das Programm der Neuromotorischen Entwicklungsförderung INPP® nimmt etwa 1 bis 1½ Jahre in Anspruch.

Es entstehen Kosten von etwa 70,-  Euro im Monat. Informieren Sie sich auf der Kostenliste
(Download: INPP Honorarübersicht Schweiz, INPP Honorarübersicht Österreich und Deutschland).

Da das Programm kostengünstig ist, eine hohe Beteiligung der Eltern voraussetzt und im Sinne der Prävention innovativ ist, erstatten immer wieder Krankenkassen die Kosten.

Wir arbeiten eng mit Schulen, Kindergärten, Kinderärzten, Augen- und HNO-Ärzten, Psychologen und Psychotherapeuten zusammen, um die betroffenen Familien maximal und bestmöglich zu unterstützen.

3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2021: Aktualisierung des Screeninginstrumentariums auf neuromotorische Schulreife und neueste Studien zur Evidenz des INPP Übungsprogramms in Schulen und Kindergärten

 

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Frühkindliche Reflexe im Fokus. Jede pädagogische Fachkraft weiß, dass kein Zweijähriges dem anderen gleicht. Sie weiß…

Abstract: Persistierende frühkindliche Reflexe – Auswirkungen auf Lernen und Verhalten

Wenn sich das zentrale Nervensystem ZNS im Uterus entwickelt, beginnt der Embryo und später der Fötus, Reflexaktivitäten zu zeigen. Diese verstärken sich im Laufe der Schwangerschaft und sollten zur Geburt vollständig präsent sein, um dem Neugeborenen den Eintritt ins Leben zu erleichtern und sein Überleben zu garantieren.

Sie liefern ein rudimentäres Trainingsprogramm für spätere willkürliche Fähigkeiten und dienen Pädiatern als diagnostische Zeichen für die Reife des kindlichen ZNS.

In den ersten Lebensmonaten muß das sich entwickelnde Gehirn kortikale Kontrolle über die primitiven Reflexmuster erlangen und sie durch reifere Halte- und Stellreaktionen ersetzen, die Grundlage bilden für Willkürmotorik, Handlungsplanung, Koordination, Haltung.

 

Geschieht dies nicht ausreichend (z.B. durch schwierige Schwangerschafts- und Geburtsverläufe oder postnatale Traumata), so können strukturelle Schwächen und Unreifen des zentralen Nervensystems und Reizverarbeitungsstörungen die Folge sein.

Auch auf subpathologischer Ebene kann so ein gesundes intelligentes Kind in unterschiedlichsten Bereichen seiner Entwicklung – Bewegung, Wahrnehmung, Verhalten, emotionale, kommunikative und soziale Kompetenz, Lernen – empfindlich beeinträchtigt werden.

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